Köln, 7. April 2011 – Wer sich zum Thema Frauen und Aids informieren will, kann das nun auch durch die Online-Lektüre der „Dhiva“ erledigen. Denn zum heutigen internationalen Weltgesundheitstag stellt die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) das Archiv mit Ausgaben der „Dhiva“ von 1994 bis 1998 online. Zusätzlich kann künftig auch die jeweils aktuelle „Dhiva“ aus dem Internet heruntergeladen werden.
Seit 1994 informiert die „Dhiva“ ihre Leserinnen und Leser rund um das Thema HIV und Frauen. Anfangs erschien die Zeitung des Netzwerks Frauen und Aids als schwarzweiße Kopiervorlage. Auch damals waren die Leserinnen der „Dhiva“ schon mehr - sie griffen selbst zu Stift und Tastatur. Damit folgten sie dem Aufruf der damaligen Chefredakteurin Annette Kayser: „Die ‚Dhiva’ ist eine Zeitung von und für Euch.“ Kayser, Namensgeberin der „Dhiva“ und Chefredakteurin bis 1998, brachte insgesamt 16 Ausgaben und zwei Sonderhefte der „Dhiva“ heraus. Diese können jetzt in Auszügen in dem Archiv auf der Internetseite www.stiftung-gssg.de (Themen, Dhiva) nachgelesen werden.
Manches hat sich seit den Anfängen geändert. Nach einer Notausgabe der „Dhiva“ in 2001 übernahm die Journalistin und GSSG-Stifterin Harriet Langanke die Redaktion. Sie entwickelte die „Dhiva“ zu einem farbigen Fachmagazin für Frauen zu Gesundheit und Aids. Die Auflage stieg und dank zahlreicher Solidaritäts-Abonnements ist die „Dhiva“ inzwischen in Arztpraxen, Aids-Hilfen und anderen Beratungsstellen kostenlos erhältlich. Zum Preis von 2,50 Euro lässt sie sich seit Kurzem auch als E-Papier im Internet ordern.
Manches ist seit den Anfängen gleich geblieben. Weiterhin liefern viele Frauen – und immer wieder auch Männer – unentgeltlich redaktionelle Beiträge, Bilder und Ideen für die „Dhiva“. Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz berichten sie von Kongressen, von den Entwicklungen in Forschung und Medizin. Sie engagieren sich gegen Tabus und Diskriminierung. Und vor allem gewähren sie immer wieder Einblicke in das Leben mit HIV.
Das Archiv für die „Dhiva“ zeigt, wie sich die Zeitschrift und das Netzwerk Frauen und Aids in den 1990-er Jahren entwickelt haben. In den Beiträgen spiegelt sich wider, wie mit HIV und Aids in diesen Jahren öffentlich umgegangen wurde und welche Ängste und Sorgen HIV-betroffene Menschen hatten.
Das virtuelle „Dhiva“-Archiv konnte dank der Unterstützung des Unternehmens Abbott eingerichtet werden. Papier-Kopien der alten „Dhiva“- Ausgaben waren ein Geschenk der Deutschen Aidshilfe zum 15. Geburtstag des Netzwerks Frauen und Aids im Jahr 2007.
Link: http://www.stiftung-gssg.de/themen-projekte/dhiva/
Für weitere Informationen:
Christin Seifert, Redaktion Dhiva c/o GSSG
Tel.: 0221 – 3 40 80 40
E.: christin.seifert@stiftung-gssg.org
Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF-Dokument:DHIVA Pressemitteilung