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  • Deutsche Präventionsplakate in Mexiko City
  • Deutsche Präventionsplakate in Mexiko City

    von Ulrike Sonnenberg-Schwan


    Die Fahrgäste in der U-Bahn-Station „Auditorio” in Mexiko City machten große Augen: Konnten Sie doch das mexikanische Grundnahrungsmittel, den Mais, einmal in einer ganz außergewöhnlichen „Verpackung” bewundern. Um die erfolgreiche deutsche HIV-Prävention auch außerhalb der Konferenz einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hatte das Bundesministerium für Gesundheit in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Mexiko City eine Ausstellung von Plakaten der „Obst- und Gemüsekampagne” – mit spanischen Titeln – organisiert.

    Auch eins der „Rote-Pumps”-Plakate der Deutschen AIDS-Hilfe ist Bestandteil der Ausstellung, die den ganzen August über zu sehen ist. Mit Sicherheit zur Begeisterung der jungen Mexikanerinnen, die schicke hochhackige Schuhe lieben. Die Reaktionen auf die Plakate waren ausgesprochen positiv und sie wurden zu einem beliebten Fotomotiv - nicht nur in der U-Bahn-Station, sondern auch am großen gemeinsamen Stand der deutschen Delegation (Bundesministerien für Gesundheit, für wirtschaftliche Zusammenarbeit und für Bildung und Forschung, Deutsche AIDS-Stiftung, Deutsche AIDS-Gesellschaft und Deutsche AIDS-Hilfe). „Very good” strahlten mit hochgereckten Daumen zwei der über tausend jungen freiwilligen Helfer der Konferenz und zückten ihre Handys, um sich gegenseitig vor dem kondomverpackten Mais zu fotografieren.

    Obwohl die mexikanische Regierung mit ihrem Nationalen Gesundheitsplan 2007-2012 große Anstrengungen in den Bereichen Prävention, Zugang zur Behandlung, Beratung und Testung unternimmt, sind Präventionsplakate im öffentlichen Raum kaum zu sehen. Bei meiner dreiwöchigen Reise durch mehrere mexikanische Bundesstaaten ist mir kein einziges HIV-Plakat begegnet. Das änderte sich erst in Mexiko City, wo durch die Konferenz das Thema sehr sichtbar wurde.

     

    „Obst- und Gemüsekampagne”

     

    „Rote-Pumps”-Plakat

     

    „Deutsche Präventionsposter”

    fotografiert von W. Schwan