Einen großen Erfolg konnte gerade die 3A-Arbeitsgruppe verbuchen: Beim „9. International Congress on Drug Therapy in HIV Infection“, der im November in Glasgow stattgefunden hat, erhielt die Arbeitsgruppe für ihre Analyse der Behandlungsrealität HIV-positiver Frauen in Deutschland den begehrten „Thistle Award“ und konnte die Ergebnisse sowohl als Vortrag als auch als Poster präsentieren. Die Sektion AAWS gratuliert den beteiligten engagierten Ärztinnen ganz herzlich!
Die Ergebnisse der Untersuchung stießen auf großes internationales Interesse und bildeten einen kleinen Lichtblick im ausgesprochen kargen Spektrum an gender- oder frauenspezifischen Ergebnissen auf der Konferenz.
Ein überraschendes Ergebnis der Auswertung der Daten von 1.557 HIV-positiven Patientinnen im Durchschnittsalter von 40 Jahren aus 31 Praxen und klinischen Zentren: Nur 48% aller Frauen hatten eine Viruslast unter der Nachweisgrenze von 40 Kopien/ml (PI: 44%, NNRTI: 56%). In den eher von männlichen Patienten dominierten deutschen Kohortenanalysen waren virologische Ansprechraten von 75% berichtet worden. Die Ursachen für diese geringere Ansprechrate sind noch unklar. 3A hat sich zum Ziel gesetzt, dies in weiteren Analysen zu klären.
Weitere Informationen zur 3A-Analyse: www.3A-net.de