Köln, Wien 15. Juli 2010. „Frauenrechte, hier und jetzt“ – mit diesem Slogan fordern Frauen auf der 18. Welt-Aids-Konferenz ihre Rechte ein. Vom 18. bis 23. Juli werden sich in Wien HIV-Experten und Aktivisten aus aller Welt treffen. Die Konferenz bietet ein wichtiges Podium, um sich für die Rechte von Frauen in der weltweiten Aids-Arbeit ein­zusetzen und um festzustellen, wo Frauen und Mädchen dabei benachteiligt sind. 

Weltweit sind rund die Hälfte aller Menschen mit HIV Frauen. „Ungleichheit zwischen Frauen und Männern kann sowohl Ursache, als auch Folge von HIV-Infektionen sein“, sagt Tyler Crone, Leiterin des internationalen Athena-Netzwerks. Frauen seien häufiger von Armut und Gewalt betroffen als Männer. Nicht selten führe ihre wirtschaftliche Ab­hängig­keit von Männern zu einem schlechteren Zugang zu Prävention und Therapie von HIV. „Deshalb treten wir besonders für Frauen und Mädchen ein“, sagt Alice Welbourn, HIV-positive Aktivistin und Mitglied bei Athena. „Damit sie führende Rollen übernehmen und maßgeblich Einfluss in der Aids-Arbeit geltend machen können.“ Athena engagiert sich als weltweites Netzwerk für die Rechte von Mädchen und Frauen. Es unterstützt die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und setzt sich für Menschenrechte in der Aids-Arbeit ein. 

Auch die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) in Köln engagiert sich für die Rechte von Mädchen und Frauen mit HIV. „Diskriminierung und Ausgrenzung sind noch immer ein Thema für Frauen mit HIV“, bestätigt Stiftungsgründerin Harriet Langanke. „Häufig wird ihnen das Recht auf Sexualität und eine eigene Familie abgespro­chen – auch hier in Europa.“ Die Stiftung ist Trägerin des deut­schen Netzwerks Frauen und Aids und engagiert sich als Mitglied im Athena-Netzwerk. „In Europa spiegelt sich die Welt, und die Welt spiegelt sich in Europa”, heben Crone, Welbourn und Langanke her­vor. „Daher wenden wir uns auf dieser Aids-Konferenz besonders an die europäischen Regierungen, denn gerade als Geber-Länder tragen sie Verantwortung dafür, dass die Rechte von Frauen bei HIV beachtet werden – in Europa und der Welt.“ 

Anlässlich der Welt-Aids-Konferenz haben die GSSG und Athena zusammen mit anderen Frauenorganisationen aus aller Welt die Women’s Networking Zone vorbereitet. Das Ziel dieses öffentlich zugänglichen Bereichs der Konferenz ist es, die Bedürfnisse und Forde­rungen von Frauen mit und ohne HIV sichtbar zu machen. „Mit der Women’s Networking Zone wollen wir den Zusammenschluss von Aktivisten für Gleichheit und Menschenrechte weiter ausbauen“, stimmen Tyler Crone und Alice Welbourn überein. „Wir brauchen star­ke Bündnisse, um die Menschenrechte von Mädchen und Frauen durchzusetzen und zu schützen, anders wird es keine erfolgreiche Antwort auf die HIV-Epidemie geben.“ 

Weitere Informationen: 

zum Athena-Netzwerk:
Tyler Crone: +43 680 2378531
Alice Welbourn: +43 680 2378487
http://www.athenanetwork.org/
E-Mail: tyler.crone@gmail.com

zur Stiftung GSSG:
Harriet Langanke
Telefon: + 49 (0) 221 / 3 40 80 40
E-Mail: harriet.langanke@stiftung-gssg.org

zur Welt-Aids-Konferenz:
http://www.aids2010.org 

zur Women’s Networking Zone:
http://www.womeneurope.net

Zur Bedeutung der diesjährigen Welt-Aids-Konferenz für Frauen und Mädchen in aller Welt hier eine Pressemitteilung der GSSG:
PM Frauenrechte auf der IAC