• Forschungsschwerpunkt Depression

  • Forschungsschwerpunkt Psychoneuroimmunologie

  • Medizinische Psychologie und Soziologie, sozialwissenschaftliche Forschung

  • Vortragstätigkeit und Internationale Kooperation



Forschungsschwerpunkt Depression

Immer wieder berichteten HIV-positive Patienten von ungewohnt starken und multiplen Nebenwirkungen antidepressiver Mediaktion. PsySoz recherchierte daraufhin die einschlägige Forschungsliteratur. So konnte vielfach eine enge Wechselwirkung von antidepressiver Medikation und antiretroviraler Therapie bestätigt werden (Schlagwort: Isoenzyme des Cytochrom P 450 Systems). Ein Review hierzu ist in Planung.

Weitere Arbeiten beschäftigen sich mit der Nosologie von Formen der Depression bei HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen (Schlagwort: realistische und existenzielle Depression) und ihren Folgen für psychotherapeutische Behandlungen.


Forschungsschwerpunkt Psychoneuroimmunologie

Nach IL-16 (Studie veröffentlicht unter dem Titel: Bader A, Brockmeyer N et al. Interleukin-16 serum levels during the course of HIV-Infektion` in:´AIDS` 2001 Mar 9,15 (4):528-9) untersucht PsySoz in Zusammenarbeit mit  der Zhejiang Universität Hangzhou (VR China) weitere Cytokine.

Gegenwärtig läuft eine Studie zur Expression von IL-18 bei HIV-Patienten unter HAART (siehe Download: Interleukemie-16).


Medizinische Psychologie und Soziologie, sozialwissenschaftliche Forschung

  • Psycholog/Innen aus der Gruppe um Prof. Hautzinger arbeiteten und beendeten eine Studie zur Verbesserung der Compliance und einem Schulungsprogramm zur Verbesserung des Arzt-Patient-Verhältnisses (Siehe Downloads: Verbesserung der Compliance - Hautzinger et al).

  • Eine Gruppe um Bader/Brockmeyer arbeitete an einer Studie zur Compliance aus Sicht der Patienten, untersuchte die psychosozialen Einflüße auf diese und entdeckte mehrere Typen von Compliance. Interdisziplinäre Untersuchung der Einflußfaktoren auf Compliance bei Menschen mit HIV und AIDS unter HAART (Siehe Downloads: Verbesserung der Compliance - Bader et al).

  • Weiter untersucht PsySoz in enger struktureller Zusammenarbeit mit Selbsthilfeeinrichtungen und der gay-community die Frage nach möglichen Einflüssen auf die Wechselwirkungen von ´Sex im Internet` (Cypersex und Sexsuche im Internet) auf aktuelles Sexualverhalten.

  • Kooperation mit anderen Sektionen der Daig und weiteren Arbeitsgruppen. Insbesondere mit der Sektion AAWS (All around Women Special) besteht eine enge Zusammenarbeit. Diese soll gewährleisten, daß oben genannte Studienaktivitäten (Beispiel: Depression) psychosoziale Wirklichkeiten und physiologische Aspekte von Frauen auch adäquat in der Forschungsarbeit reflektieren.


Vortragstätigkeit und Internationale Kooperation

Um die Aktivitäten von PsySoz deutschlandweit und international zu repräsentieren und zu diskutieren, werden Vorträge und Seminare an Universitäten, Gesundheitsbehörden und AIDS-Hilfen gehalten.

So wurde im April 2002 an zwei Universitäten in China (Hangzhou und Shanghei) über AIDS-Präventationsarbeit in der BRD berichtet und eine enge Zusammenarbeit etabliert.

Im Herbst 2002 hat PsySoz an der Universität in Miami (USA) zusammen mit Dr. Heidemarie Kremer über die Bedeutung des Arzt-Patienten-Verhältnisses für die Compliance bei HIV-Patienten referiert und an einer dort durchgeführten Studie zum gleichen Thema mitgearbeitet.

Außerdem hat Dr. Bader an der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum eine Vorlesungsreihe zum Thema ´Das Arzt-Patienten-Verhältnis` gehalten.

Bei all diesen Aktivitäten ist eine enge Absprache und Rückbindung an die community und AIDS-Selbsthilfeeinrichungen selbstverständlich, ist es doch eine wichtige Prämisse der Sektion PsySoz synergetische Effekte durch die Einbindung aller Männer und Frauen, die von HIV und AIDS betroffen sind, sei es persönlich oder durch Profession – oder beides – zu erzielen, und dabei gleichzeitig politische und gesellschaftliche Emanzipationsarbeit zu leisten.